Schießen als Sport
Landläufig wird angenommen, daß vor allem eine ruhige Hand und ein gutes Auge zum Schießen nötig seien. Wer aber selbst schießt weiß, daß vielmehr eine gute allgemeine Kondition, Körperkontrolle und vor allem auch Konzentrationsfähigkeit, mentale Stärke und Disziplin den Erfolg ausmachen. Diese Fähigkeiten werden durch ein konsequentes Schießtraining geschult, und das ist es was den Schießsport für die persönliche Entwicklung besonders junger Menschen so wertvoll macht.
Das Schießen mit Druckluftwaffen ist nicht nur die wirtschaftlichste, sondern auch die sportlich anspruchsvollste aller Disziplinen bei den laufgebundenen Waffen.
Warum ist das so?
Luftgewehr und -pistole sind genau so schwer wie eine Klein- oder Großkaliberwaffe, z.T. sogar schwerer. So liegt das Gewicht eines LG bei 5,5 kg (4,5 kg für Junioren).
Das Geschoß ist wesentlich langsamer unterwegs als ein Projektil aus einer Feuerwaffe.
Die "Zehn", das Zentrum der Luftgewehr-Zielscheibe, ist nur 0,5 mm groß, die "Zehn" auf der Lufpistolen-Scheibe 11,5 mm.
Lediglich das Fehlen eines Rückschlags und das geringe Abzugsgewicht stellt gegenüber Feuerwaffen einen Vorteil dar.
Das alles bedeutet, daß Schießfehler sich bei Druckluftwaffen stärker im Ergebnis niederschlagen. Diese deutliche "Rückmeldung" kann frustrieren, kann aber auch für ein gutes Training genutzt werden und zur Verbesserung der Schießtechnik beitragen. Auf lange Sicht ist also das Schießen mit Druckluftwaffen die größere sportliche Herausforderung - auch wenns nicht laut knallt!
